Proteste gegen Musk: Weltweit Demos vor Tesla-Händlern – und brennende Autos

Am Samstag, 29. März, versammelten sich zahlreiche Demonstranten an Hunderten Standorten in Europa, Kanada und in den USA zu einer weltweiten Protestaktion. Diese richtete sich unter dem Motto „Tesla Takedown“ (Tesla beseitigen) gegen Trumps Berater Elon Musk.
Vor einem Tesla-Händler in New York bekundeten am Samstag 500 bis 1.000 Menschen ihren Unmut über den Techmilliardär. In Niedersachsen brannten zudem mehrere Tesla-Fahrzeuge aus.
Brandursache unklar
Nachdem in den vergangenen Tagen in den USA Tesla-Fahrzeuge in Brand gesteckt wurden, brannten am frühen Samstagmorgen gegen 03:30 Uhr auch in Niedersachsen sieben Teslas komplett aus. Laut einer Pressemeldung der lokalen Polizeiinspektion ist die Brandursache der Fahrzeuge im Tesla Center Bremen Ottersberg im Kreis Verden allerdings noch unklar. Neben Brandstiftung kann auch ein technischer Defekt möglich sein.
Die Feuerwehr hat den Brand schnell in den Griff bekommen. Der Schaden beläuft sich auf mehrere Hunderttausend Euro. Die Polizei Verden bittet die Bevölkerung um Hinweise zur Ermittlung der Brandursache.

Ausgebrannte Teslas stehen vor einem Tesla-Autohaus im Landkreis Verden in Niedersachsen. Die Ursache des Feuers war zunächst unklar. Foto: Jörn Hüneke/dpa
Demonstranten wollen Musk stoppen
Bei der Kundgebung in New York forderten einige Teilnehmer die Schließung der Arbeitsgruppe für staatliche Ausgabenkürzungen (DOGE). US-Präsident Donald Trump hatte sie am 20. Januar ins Leben gerufen und deren Leitung an Musk übergeben.
Der Tesla-Chef treibt seitdem radikale Kürzungen von Personal und Geldern im US-Staatsapparat voran. Kürzlich erklärte Musk: „Unser Ziel ist es, Verschwendung und Betrug täglich um 4 Milliarden Dollar [3,7 Milliarden Euro] zu reduzieren, jeden Tag, sieben Tage die Woche. Und bisher gelingt uns das.“
Zu dem New Yorker Protest hatte die Umweltschutzorganisation Planet Over Profit aufgerufen. Sie ist der Ansicht, dass Musk gestoppt werden müsse, „um Leben zu retten und unsere Demokratie zu schützen“.

Mehrere Menschen versammeln sich am 29. März 2025 in New York City vor einem Tesla-Händler. Sie protestierten gegen den Tesla-Chef Elon Musk und die Trump-Regierung. Foto: Michael M. Santiago/Getty Images
„Elon Musk muss weg“, riefen die Demonstranten vor dem Tesla-Händler in Manhattan. Musk führe das Land in Richtung „Faschismus“, sagte die 70-jährige Demonstrantin Amy Neifeld. Der Präsidentenberater und reichste Mann der Welt habe „zu viel Geld und zu viel Macht“, sagte ein anderer Demonstrant.
Die Kundgebung in New York, die von einem großen Polizeiaufgebot begleitet wurde, verlief friedlich. Das traf ebenso auf eine weitere Demonstration in der US-Hauptstadt Washington zu. Dort kamen rund 150 Aktivisten zusammen.
Linke Organisation in den USA
In den USA koordinierte die Organisation Action Network den landesweiten Protest gegen Musk und DOGE. Action Network gilt als gemeinnützige Organisation, die linksliberale Anliegen unterstützt. Auf ihrer Website veröffentlichte sie eine interaktive Karte, auf der die Zeiten und Orte der Proteste angegeben sind.
Zudem fordern sie die Besitzer von Tesla-Fahrzeugen oder Tesla-Aktien auf, diese zu verkaufen. Action Network beschreibt den „Tesla Takedown“ als „eine friedliche Protestbewegung“. Gewalt, Vandalismus und Sachbeschädigung lehnt die Organisation laut ihrer Website ab. „Dieser Protest ist eine rechtmäßige Ausübung unseres im ersten Zusatzartikel der Verfassung verankerten Rechts auf friedliche Versammlung.“
Wie ein Video zeigt, versammelten sich auch Dutzende Demonstranten vor einem Tesla-Autohaus in der US-amerikanischen Stadt Chicago. Sie forderten Musk mit Parolen auf, zurückzutreten.
Protesters are gathered at the Tesla Takedown protest in Chicago.
“Hey hey, ho ho, Elon Musk has got to go!”
Love to see it!
— Art Candee 🍿🥤 (@ArtCandee) March 29, 2025
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Weltweite Versammlungen
In der kanadischen Stadt Vancouver protestierten rund hundert Menschen vor einem Tesla-Händler. Ein Demonstrant in einem Dinosaurier-Kostüm hielt ein Plakat mit der Aufschrift: „Ihr dachtet, die Nazis seien ausgestorben? Kauft kein Swastikar.“ Swastikar ist ein Wortspiel aus den englischen Wörtern für Hakenkreuz (Swastika) und Auto (car).

Ein Aktivist hält vor einer Tesla-Filiale in Arlington im US-Bundesstaat Virginia am 29. März 2025 ein Schild hoch. Foto: Alex Wong/Getty Images
Demonstrationen fanden zudem in Berlin, Paris und London statt. Im Berliner Bezirk Reinickendorf versammelten sich rund zehn Demonstranten vor einem Tesla-Servicecenter. Auf einem Protestplakat stand dort: „Schickt Musk zum Mars!“ Die Aktion wurde von der Polizei begleitet.

Demonstranten protestieren vor einem Tesla-Servicezentrum im Berliner Bezirk Reinickendorf, als sie am 29. März 2025 die „Protestwochen“ gegen den US-amerikanischen Automobilhersteller Tesla einläuten. Diese Aktion soll noch bis zum 12. April andauern. Foto: Ralf Hirschberger/AFP via Getty Images
In den vergangenen Wochen waren in den USA und in Europa eine ganze Reihe von Tesla-Fahrzeugen sowie Autohäuser und Ladestationen des Unternehmens von Techmilliardär Musk beschädigt oder angezündet worden. US-Justizministerin Pam Bondi kündigte an, Vandalismus gegen Tesla-Fahrzeuge als „inländischen Terrorismus“ zu verfolgen.
(Mit Material von AFP)
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