Irans Außenminister hält Verhandlungen mit den USA für sinnlos
Irans Außenminister Sarif hält Verhandlungen mit den USA nach ihrem Ausstieg aus dem internationalen Atomabkommen für sinnlos. "Amerika fährt ständig einen Zick-Zack-Kurs. Niemand kann ihm mehr vertrauen", sagte er.

Iranische Landesfahnen in Bandar Abbas, März 2010.
Foto: iStock
Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hält Verhandlungen mit den USA nach ihrem einseitigen Ausstieg aus dem internationalen Atomabkommen für sinnlos.
„Amerika fährt ständig einen Zick-Zack-Kurs. Niemand kann ihm mehr vertrauen,“ sagte Sarif am Mittwoch im staatlichen Fernsehsender Irinn einen Tag nach der Verhängung neuer US-Sanktionen gegen den Iran.
US-Präsident Donald Trump hatte sich vergangene Woche offen für ein Treffen mit der iranischen Führung gezeigt. Am Montag bekräftigte er das Angebot, über ein neues umfassenderes Atomabkommen zu sprechen, das auch Irans Regionalpolitik und sein Raketenprogramm umfassen soll. Führende Politiker in Teheran verlangten daraufhin aber zunächst eine Rückkehr zum Atomabkommen, um „Vertrauen“ wiederherzustellen.
Trump hatte im Mai den Ausstieg der USA aus dem internationalen Atomabkommen von 2015 verkündet und neue Finanz- und Handelsbeschränkungen verhängt. Die anderen Vertragspartner wollen sich entsprechend nicht daran halten.
„Vorher hat niemand den Iran unterstützt“, sagte Sarif. „Doch heute unterstützen alle Länder der Welt den Iran.“ Präsident Hassan Ruhani hatte schon zuvor betont, dass nicht sein Land, sondern die USA isoliert seien. Trotzdem drohen die Sanktionen die ohnehin angeschlagene, iranische Wirtschaft hart zu treffen. Die europäischen Staaten sind zwar entschlossen, den Handel mit dem Iran fortzuführen, doch sind ihre Möglichkeiten begrenzt. (afp/so)
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