Trump-Zölle sorgen für Höchststand des Goldpreises

Schon Mark Twain wusste: „Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen.“ Dennoch habe ich es in meinen letzten Kommentaren immer wieder gewagt, den Gold- und Silberpreis vorherzusagen. Gerade bei der 3.000er-Hürde lag ich mit meinem Timing richtig gut – nun ist auch meine nächste Prognose treffsicher eingetroffen.
Am Montag stieg der Goldpreis erstmals über 3.100 Dollar und erreichte wieder ein neues Rekordhoch. „Dealmaker“ Donald Trump treibt die Nachfrage nach sicheren Häfen wie Gold deutlich an. Von ihm angezettelte Handelskriegängste schüren große Unsicherheit. Der US-Präsident verkündete bereits eine nächste Zolllawine mit sogenannten reziproken Zöllen, die er gegen alle Länder verhängen will. Dies bereitet Gold und Silber einen nährstoffreichen Boden. Am von Trump ausgerufenen „Liberation Day“ (Befreiungstag) am 2. April sollen die neuen Zölle in Kraft treten.
Der Goldpreis ist in diesem Jahr um rund 17 Prozent gestiegen und hat in kurzer Zeit bereits 15 Allzeithochs erreicht. Angetrieben wurde die Gold-Rallye insbesondere durch Käufe der Zentralbanken und die Nachfrage nach sicheren Häfen inmitten zunehmender geopolitischer und makroökonomischer Unsicherheiten.
Mehrere Großbanken haben nun ihre Preisziele für Gold angehoben, wobei die Goldman-Sachs-Strategen ihre Prognose in dieser Woche auf 3.300 US-Dollar je Feinunze bis zum Jahresende erhöhten. Das Kreditinstitut begründete dies mit der über den Erwartungen liegenden Nachfrage der Zentralbanken und den starken Zuflüssen in börsengehandelte Gold-ETFs. Meine Prognose liegt in gleicher Höhe für die nächsten sechs Monate. Auf lange Sicht sehen viele Marktexperten den Goldpreis sogar bei 4.000 US-Dollar.
Aber Achtung! Der Markt für die Edelmetalle ist aktuell stark meldungsgetrieben. Investmentexperten sprechen von „event-driven“. Viele Hedgefonds-Strategien basieren auf dieser Taktik. Die Fallhöhe ist aktuell schon hoch und Rücksetzer von 10 bis 15 Prozent sind – je nach Meldungslage – für einen kurzen Zeitraum nicht auszuschließen. Diese sollten strategische Anleger für Nachkäufe nutzen. Denn langfristig ist und bleibt Gold für mich die letzte Instanz – und das bessere Geld.
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