Erste deutsche Medaille in Tokio für Wasserspringerinnen – Slalomkanuten im Halbfinale

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TOKYO, JAPAN - JULY 25: Lena Hentschel and Tina Punzel of Team Germany pose with the bronze medals on the podium during the medal ceremony for the Women's 3m Springboard Finals on day two of the Tokyo 2020 Olympic Games at Tokyo Aquatics Centre on July 25, 2021 in Tokyo, Japan. (Photo by Al Bello/Getty Images)
Epoch Times25. Juli 2021

Bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio haben die Wasserspringerinnen Tina Punzel und Lena Hentschel für die erste deutsche Medaille gesorgt. Sie gewannen am Sonntag im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett Bronze. Am Ende kamen sie auf 284,97 Punkte.

Gold holte das chinesische Duo Tingmao Shi und Han Wang (326,40 Punkte), Silber ging an Jennifer Abel und Melissa Citrini Beaulieu aus Kanada (300,78 Punkte). Das deutsche Duo hatten sich lange ein Duell um den dritten Platz mit den Italienerinnen Elena Bertocchi und Chiara Pellacani geliefert. Vor dem abschließenden Durchgang lagen Letztere noch vorne, im entscheidenden Versuch zum Abschluss des Wettbewerbs patzten sie aber. Für die beiden deutschen Springerinnen ist es jeweils die erste Medaille bei Olympischen Spielen.

Basketballer verlieren zum Olympia-Auftakt gegen Italien

Die deutschen Basketballer sind mit einer Niederlage in ihr erstes olympisches Turnier seit 13 Jahren gestartet.

Die Mannschaft von Trainer Henrik Rödl musste sich Italien mit 82:92 (43:46) geschlagen geben und verpasste in Saitama nördlich von Tokio den ersten Schritt in Richtung Viertelfinale. Bester deutscher Werfer vor leeren Rängen in der Super Arena war Maodo Lo mit 24 Punkten.

In der Vorrundengruppe B trifft Deutschland nun am Mittwoch (3.00 Uhr/MESZ) auf Nigeria und anschließend am kommenden Samstag auf den WM-Vierten Australien. Die beiden besten Teams der Gruppe ziehen sicher in die Runde der letzten Acht ein, zudem kommen zwei der drei Drittplatzierten in die erste K.o.-Runde. Bei ihrer zuvor letzten Olympia-Teilnahme war die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes um Superstar Dirk Nowitzki 2008 in Peking in der Vorrunde gescheitert.

Bogenschießen: Deutsches Frauen-Team im Halbfinale

Die deutschen Bogenschützinnen kämpfen bei den Olympischen Spielen in Tokio im Team-Wettbewerb um eine Medaille.

Michelle Kroppen (Jena), Charline Schwarz (Feucht) und Lisa Unruh (Berlin) besiegten im Yumenoshima Park im Viertelfinale die favorisierten Mexikanerinnen mit 6:2 (52:48, 51:48, 49:54, 55:49). Im Halbfinale trifft das Trio um Unruh, die 2016 in Rio mit Silber die erste deutsche Olympia-Medaille in dieser Sportart überhaupt geholt hatte, am Nachmittag (Ortszeit) auf die USA oder die russischen Bogenschützinnen.

Zu Beginn des Wettbewerbs mit dem olympischen Recurvebogen hatte sich das Team im Achtelfinale mit 6:2 (55:54, 47:54 52:49, 55:50) gegen Taiwan durchgesetzt.

Tennis-Ass Zverev ohne Probleme zum Olympia-Auftakt

Ohne Probleme hat Tennis-Hoffnungsträger Alexander Zverev auch seine Olympia-Premiere im Einzel gewonnen. Einen Tag nach dem erfolgreichen Auftakt im Doppel-Wettbewerb besiegte der Medaillenkandidat den klaren Außenseiter Lu Yen-Hsun aus Taiwan 6:1, 6:3.

Nach nur 59 Minuten war die einseitige Partie auf dem zweitgrößten Platz des Ariake Tennis Parks in Tokio entschieden. In der zweiten Runde trifft der 24 Jahre alte Hamburger nun auf Daniel Elahi Galan aus Kolumbien oder Mohammed Safwat aus Ägypten.

Zuvor hatten in den Einzel-Wettbewerben bereits Jan-Lennard Struff und Anna-Lena Friedsam den Einzug in die zweite Runde geschafft. Im Doppel war Zverev bereits am Samstag ein erfolgreicher Auftakt gemeinsam mit Struff gelungen.

Slalomkanuten Tasiadis und Funk im Halbfinale

Die beiden Slalomkanuten Sideris Tasiadis und Ricarda Funk sind souverän ins olympische Halbfinale gepaddelt. Der 31-jährige Polizeibeamte aus Augsburg machte das Weiterkommen schon im ersten von zwei Vorläufen klar.

Dabei fuhr der Olympia-Zweite von London 2012 fehlerfrei im 25-Stangen-Parcours im Kasai Canoe Slalom Centre. Das reichte am Ende für Platz sechs im Canadier.

„Die Strecke ist ein bissel schwer zu fahren, weil hier und da wechselt das Wasser sehr schnell, man muss sehr vorausschauend fahren. Man braucht auch ein bissl Glück, dass man auf der Ideallinie ist. Sonst verliert man sauviel Zeit“, sagte Tasiadis.

Mitfavoritin Ricarda Funk überzeugte ebenfalls im ersten Lauf, hatte nur eine Stangenberührung. Dennoch legte die 29-Jährige aus Bad Kreuznach im Kajak-Einer zunächst die Bestzeit hin. „Ich bin zufrieden mit meinem olympischen Einstand“, sagte Funk, die im zweiten Lauf fehlerfrei blieb und sogar nochmal einen Hauch schneller war.

Die dreimalige Weltmeisterin und Topfavoritin Jessica Fox aus Australien konterte jedoch im zweiten Durchgang und unterbot die Zeit der deutschen Olympia-Debütantin um gut drei Sekunden. Die Finals bei den Frauen werden am Dienstag ausgetragen. (dpa/dts)



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