Umweltministerium prüft das „Aus“ für deutsche Brennelemente-Produktion
Nach der Kritik an Lieferungen von Brennelementen aus Deutschland für den belgischen Pannenreaktor Tihange 2 prüft das Bundesumweltministerium nach eigenen Angaben eine Stilllegung der betreffenden Produktionsstätten.
Exportverbote seien rechtlich nicht möglich, erklärte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) am Freitag in Berlin. „Eine Schließung der Uranfabriken wäre deshalb der einzige Weg, den Export von Brennelementen zu verhindern.“
Darum lasse das Ministerium diese Option nun rechtlich prüfen, erklärte Hendricks weiter. „Eine Stilllegung der Urananreicherung und Brennelementeproduktion in Deutschland würde zu einer konsistenteren Linie in der deutschen Atomausstiegspolitik führen“, hieß es in einer Mitteilung ihres Ministeriums.
Abschaltung der deutschen Atomkraftwerke bis 2022
Darin wurde allerdings auch darauf hingewiesen, dass dies kein Ende des Akw-Betriebs in Tihange zur Folge haben werde, weil die Brennelemente auf dem Weltmarkt auch anderweitig beschafft werden könnten.
Hendricks hatte sich nach mehreren Störfällen wiederholt für ein Aus für Tihange ausgesprochen. Ihr war Unglaubwürdigkeit vorgeworfen worden, nachdem nun die Exporte der Brennelemente aus der Uranfabrik im niedersächsischen Lingen bekannt wurden.
Eine weitere deutsche Uranfabrik befindet sich im nordrhein-westfälischen Gronau. Der deutsche Atomausstieg sieht zwar die Abschaltung der inländischen Atomkraftwerke bis 2022 vor. Beschlüsse zur Zukunft der Brennelemente-Produktion gibt es jedoch bislang nicht. (afp)
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