Deutsche Spectrum-Rakete kurz nach Start abgestürzt

Die deutsche Start-up-Firma Isar Aerospace ist am Sonntag mit dem Versuch des ersten Starts einer Orbitalrakete aus Kontinentaleuropa gescheitert.
Wie in Live-Übertragungen zu sehen war, geriet die 28 Meter lange Spectrum-Rakete kurz nach dem Start vom Weltraumbahnhof auf der norwegischen Insel Andöya ins Trudeln, stürzte auf die Erde und explodierte.
The Spectrum rocket lifted off powerfully, but encountered an issue.
Still, it was a bold step forward—and no doubt a wealth of valuable data was gained for the future.
Our satellite “AOBA” will continue to take on challenges together with Isar Aerospace.
To everyone… pic.twitter.com/AS3t73sOc2— 小林稜平@ElevationSpace CEO (@k_ryohei58) March 30, 2025
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Im Tweet des Unternehmens auf X heißt es, die Rakete sei kraftvoll abgehoben und es würden wertvolle Daten für die Zukunft gewonnen. „An alle Beteiligten – mit Respekt und Dankbarkeit. Das nächste Mal ins All!“
Es war der erste Teststart einer Spectrum-Rakete und zugleich der erste Raketenstart in Europa, der fast ausschließlich aus privaten Mitteln finanziert wurde. Als Antrieb wurde flüssiger Sauerstoff und Propan verwendet.
Metzler: „viel mehr als ein Raketenstart“
Isar-Aerospace-Chef Daniel Metzler hatte vorab erklärt, in der aktuellen geopolitischen Lage sei der geplante Testflug „viel mehr als ein Raketenstart“. Schließlich sei der Weltraum einer der entscheidendsten Orte „für unsere Sicherheit, Widerstandskraft und unseren technologischen Fortschritt“.
Weitere Unternehmen wie die deutschen Firmen Rocket Factory Augsburg und HyImpulse, die französischen Firmen Latitude und MaiaSpace oder das spanische Unternehmen PLD Space arbeiten nach Angaben der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA ebenfalls daran, sich im Markt für Mikro- oder Mini-Trägerraketen zu etablieren und Europa einen „unabhängigen und souveränen Zugang zum Weltraum zu sichern“.
Die Spectrum-Rakete verfügt über neun Triebwerke an ihrer ersten und ein weiteres an ihrer zweiten Stufe. Nach Herstellerangaben kann sie mit bis zu einer Tonne beladen werden.
Der erste Testflug war zuvor mehrfach verschoben worden. Das Unternehmen wurde 2018 gegründet. (afp/red)
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