Berlin: Eine Schießerei pro Tag im Durchschnitt – Tendenz steigend
Für Aufsehen sorgten zuletzt in Berlin Schießereien zwischen bewaffneten Gruppen und wiederkehrende Raub- und Morddelikte mit Schusswaffeneinsatz. Dabei endeten die Auseinandersetzungen teils mit Verletzten, teils aber auch mit Toten.
Wie die Zahlen der Berliner Polizei auf Anfrage von Epoch Times belegen, gibt es seit den letzten Jahren ein stetiges Ansteigen von Delikten mit Schusswaffen. Dabei machte die Polizei keine Angabe zu 2024. Denn für das laufende Jahr würden noch keine vollständigen Daten vorliegen, heißt es.
„Vorab kann jedoch mitgeteilt werden, dass gegenüber dem Vorjahr ein leichter Anstieg in der Kategorie ‚geschossen‘ festzustellen ist.“ Ebenfalls, so die Berliner Polizei weiter, sei ein Anstieg bei den leicht verletzten Personen zu erkennen und in diesem Jahr gebe es darüber hinaus bereits tödlich verletzte Personen.
Laut den Zahlen hat der Schusswaffengebrauch 2023 mit 364 Fällen einen neuen Höchststand erreicht (2022: 290). Aber auch die Drohungen mit Schusswaffen liegen seit Jahren auf hohem Niveau (2023: 340). Dabei stellen die Angaben nur die registrierten und gemeldeten Fälle dar.
Die Schießereien verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet, also vom Gesundbrunnen in Wedding über Reinickendorf, Spandau, Schöneberg, Charlottenburg oder Neukölln, wo die Polizei zuletzt zwölf Einschusslöcher in einer Hausfassade und geparkten Autos nahe einer Bar und einem Café fand.
Zahl der Verletzten und Getöteten
Die Zahlen der Verletzten und Getöteten durch Schusswaffen schwanken über die letzten Jahre. Im vergangenen Jahr lagen sie bei 117 Leichtverletzten, 25 Schwerverletzten und drei Getöteten.
Bei den Schießereien werden die Schüsse teilweise aus fahrenden Autos heraus abgegeben, wie in Schöneberg Anfang September. Dabei starb ein Mann, zwei wurden verletzt. Schüsse trafen eine Bushaltestelle.
Einer der Verletzten war offenbar ein unbeteiligter Passant, der mit einem Fahrrad an dem Tatort, der dem Rotlichtmilieu zugerechnet wird, vorbeifuhr, als die Schießerei geschah.
Herkunft oft nicht eindeutig
Was die Herkunft der Tatverdächtigen und Opfer angeht, sind die Zahlen durch fehlende Angaben zu Doppelstaatsangehörigkeiten oder Migrationshintergrund nur bedingt aussagekräftig.
Die zehn häufigsten Vornamen der dabei ermittelten Tatverdächtigen teilte die Polizei Epoch Times nicht mit. Begründet wurde dies damit, dass die Vornamen „im Rahmen der automatisierten Auswertung nicht recherchierbar“ seien.
Sowohl bei den Tatverdächtigen als auch Opfern in Verbindung mit Schusswaffengebrauch waren 2023 deutsche Staatsangehörige am meisten vertreten – vor türkischen und syrischen Staatsangehörigen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt einen Auszug zur Opferherkunft für das Jahr 2023:
Die nachfolgende Tabelle zeigt einen Auszug zur Tatverdächtigenherkunft für das Jahr 2023:
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