Asyl-Zentren in Nordafrika: AfD-Vorsitzender Meuthen begrüßt Vorstoß von FDP-Chef Lindner

"Ich begrüße sehr, dass sich FDP-Chef Lindner unserer Position angeschlossen hat. Ich fordere Aufnahmezentren in Nordafrika schon viel länger`, sagte Meuthen den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
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Foto: Ingo Wagner/Archiv/dpa (Symbolbild)
Epoch Times21. Juli 2019

Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen hat den jüngsten Vorstoß von FDP-Chef Christian Lindner zur Seenotrettung gutgeheißen. „Ich begrüße sehr, dass sich FDP-Chef Lindner unserer Position angeschlossen hat. Ich fordere Aufnahmezentren in Nordafrika schon viel länger`, sagte Meuthen den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagsausgaben).

Dort müssten die Asylanträge bearbeitet werden. „Und nur, wer einen wirklichen Asylgrund hat, kommt nach Europa“, so der AfD-Chef weiter. Niemand steche in See, „wenn die Alternative ist: Ertrinken oder zurückgebracht werden“, sagte Meuthen. Lindner hatte eine Neuordnung der Seenotrettung im Mittelmeer gefordert. „Unterlassene Hilfeleistung ist nicht zu rechtfertigen. Auf der anderen Seite darf es keine Beihilfe zur Schlepperkriminalität bei Wirtschaftsmigranten geben“, sagte der FDP-Chef den Funke-Zeitungen.

Meuthen: Mit Vereinten Nationen legale Fluchtwege nach Europa schaffen

Die Lösung müsse darin liegen, „dass wir mit dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen in Nordafrika menschenwürdige Unterbringungsmöglichkeiten und legale Fluchtwege nach Europa schaffen“, so Lindner weiter. Notwendig sei eine Seenotrettung in staatlicher Hand, die Migranten „aber nicht nach Europa bringt, sondern zunächst an den Ausgangspunkt der jeweiligen Reise“.

Den Schleppern dürfe das Geschäft nicht erleichtert werden, so der FDP-Politiker. Meuthen hob hervor, Seenotrettung sei ein humanitäres Gebot, das völlig außer Zweifel stehe. Die Frage sei: „Wohin bringen wir die Flüchtlinge? Ich bin fest davon überzeugt: Wir müssen die Flüchtlinge konsequent an den Ort zurückbringen, an dem sie aufgebrochen sind`, sagte Meuthen den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Wenn man „sechs Wochen lang niemanden mehr auf diesem Weg durchkommen“ lasse, „ertrinkt auch niemand mehr. Dann spricht sich herum: So kommt man nicht herein“, so der AfD-Chef weiter. (dts)



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