USA rüsten in Japan auf, um China abzuschrecken

„Japan ist unser unverzichtbarer Partner bei der Abschreckung einer militärischen Aggression durch das kommunistische China“, sagte US-Verteidigungsminister Hegseth.
Titelbild
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (l.) und Verteidigungsminister von Japan Gen Nakatani am 30. März 2025 in Tokio während einer Begrüßungszeremonie im Verteidigungsministerium.Foto: Kiyoshi Ota/Pool/Getty Images
Von 31. März 2025

An dieser Stelle wird ein Podcast von Podcaster angezeigt. Bitte akzeptieren Sie mit einem Klick auf den folgenden Button die Marketing-Cookies, um den Podcast anzuhören.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte am 30. März, dass Japan für den Kampf gegen die Aggression aus Peking im Südpazifik unverzichtbar sei und bald Pläne zur Stärkung des US-Militärkommandos dort in Angriff genommen würden.

„Wir teilen ein Kriegerethos, das unsere Streitkräfte definiert“, sagte Hegseth dem japanischen Verteidigungsminister Gen Nakatani während eines Treffens in Tokio. „Japan ist unser unverzichtbarer Partner bei der Abschreckung kommunistischer chinesischer Militäraggressionen, [auch über die Taiwanstraße hinweg].“

Japan sei ein „Eckpfeiler des Friedens und der Sicherheit im Indopazifik“, sagte Hegseth und erklärte, dass die Regierung Trump weiterhin eng mit ihrem wichtigen asiatischen Verbündeten zusammenarbeiten werde.

Im Juli 2024 kündigte die Regierung Biden eine deutliche Stärkung des US-Militärkommandos in Japan an, um die Koordination mit den japanischen Streitkräften zu verbessern. Beide Nationen betrachten China als ihre „größte strategische Herausforderung“.

Gemeinsame militärische Leitstelle geplant

Geplant ist der Aufbau einer gemeinsamen militärischen Leitstelle in Japan, die Teil eines gemeinsamen Einsatzkommandos sein soll, das am 24. März von der japanischen Armee geschaffen wurde.

US-Präsident Donald Trump hat den bilateralen Verteidigungsvertrag, in dem die USA die Verteidigung Japans zusichert, als nicht auf Gegenseitigkeit beruhend bezeichnet und in seiner ersten Amtszeit erklärt, dass das Land mehr für die militärische Unterstützung der USA zahlen sollte.

50.000 US-Soldaten, Geschwader von Kampfjets und der einzige ständig im Ausland stationierte US-Flugzeugträger-Kampfverband in Japan entlang eines 3.000 Kilometer langen japanischen Archipels, also einer aus tausenden Inseln bestehenden Inselgruppe, schrecken das chinesische Militär ab.

Ein Crew-Mitglied des US-amerikanischen Flugzeugträgers USS George Washington geht während der amerikanisch-japanischen Militärübung „Keen Sword“, am 10. Dezember 2010, auf dem Flugdeck. Foto: Getty-Images

Japan hat seine Militärausgaben verdoppelt und Langstreckenraketen eingekauft. Der Einsatzbereich der japanischen Streitkräfte wird jedoch durch die von den USA mit ausgearbeiteten japanischen Verfassung eingeschränkt. Sie trat nach der Niederlage im Zweiten Weltkrieg in Kraft und untersagt Japan, Kriegserklärungen gegenüber anderen Staaten auszusprechen.

Aufbau gemeinsamer Luftabwehr

Hegseth und Nakatani erklärten, dass sie die beschleunigte Umsetzung einer gemeinsamen Luftabwehr mit Luft-Luft-Lenkflugkörpern mit großer Reichweite (AMRAAM) und SM-6-Boden-Luft-Raketen unterstützen.

Hegseth erklärte auch, dass er Nakatani um einen verstärkten Zugang zu den strategischen Südwestinseln Japans gebeten habe, die am Rande des von Peking beanspruchten Ostchinesischen Meeres in der Nähe von Taiwan liegen.

Dies ist Hegseths erster offizieller Besuch in Asien. Vor seinem Japan-Besuch bereiste er die Philippinen. Am 29. März nahm der US-Verteidigungsminister an einer Gedenkfeier auf Iwo Jima teil, der Insel, auf der vor 80 Jahren während des Zweiten Weltkriegs heftige Kämpfe zwischen US-amerikanischen und japanischen Streitkräften stattfanden.

Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „US to Upgrade Military Command in Japan to Deter China: Hegseth“. (deutsche Bearbeitung er)

 

 



Epoch TV
Epoch Vital
Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Dies umfasst ebenso abschweifende Kommentare, die keinen konkreten Bezug zum jeweiligen Artikel haben. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.


Ihre Epoch Times - Redaktion