Nach Trump-Angebot: Weiße Südafrikaner sehen Hoffnung auf ein neues Leben in den USA
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Die tiefen Falten, die Wilhelm Snymans sonnenverbranntes Gesicht durchziehen, lassen ihn viel älter aussehen, als er tatsächlich ist. „Es ist auch der Stress der letzten sechs Jahre, der mich wie einen ou toppie [alten Mann] aussehen lässt“, sagte der 46-Jährige in der Nähe der US-Botschaft in Pretoria, Südafrika.
Snyman verlor im Jahr 2019 seinen Job in der Computerbranche. Seitdem konnte er keine feste Anstellung mehr finden. „Eines Tages rief mich der Chef ins Büro und sagte mir, dass er mich und einige andere weiße Mitarbeiter entlassen müsse. Er musste uns durch schwarze Angestellte ersetzen, weil es die Politik der positiven Diskriminierung der Regierung vorschreibt“, erzählte er der Epoch Times. „Zum Glück hat meine Frau noch Arbeit – aber es ist demütigend für einen Mann, jeden Tag zu Hause zu sitzen und nichts zu tun, außer hier und da ein paar Gelegenheitsjobs anzunehmen.“
Trumps Dekret und Unterstützung für weiße Südafrikaner
Am 7. Februar unterzeichnete US-Präsident Donald Trump ein Dekret, das US-Hilfen für Südafrika stoppt. Seitdem versammeln sich regelmäßig Gruppen von weißen Südafrikanern vor der US-Botschaft in Pretoria.
Die Verordnung wirft Präsident Cyril Ramaphosas Regierung „rassistisch motivierte Diskriminierung, einschließlich rassenbasierter Enteignung von Eigentum“ sowie eine „schockierende Missachtung der Rechte seiner Bürger“ vor.
Zudem machte Trump einen Vorschlag, der vielen weißen Südafrikanern Hoffnung auf ein besseres Leben macht: Die USA sollten bei der Umsiedlung von Afrikaandern helfen.
Afrikaander, auch Afrikaaner, Afrikander oder Buren genannt, sind die Nachkommen hauptsächlich niederländischer, französischer und deutscher Siedler, die im 17. Jahrhundert nach Südafrika kamen und deren Muttersprache Afrikaans ist. In dem Dekret heißt es auch, seine Regierung werde die „Umsiedlung afrikaanser Flüchtlinge“ fördern. Insbesondere „den Opfern ungerechter rassistischer Diskriminierung“ werde geholfen.
Snyman sagte dazu: „Ich werde alles dafür tun, um in die USA zu gelangen und für meine Familie ein neues Leben aufzubauen. Dort wird man uns nicht verachten, weil wir weiß sind.“
Das Dekret erklärte, die Politik in Südafrika sei „darauf ausgelegt, Chancengleichheit in Beschäftigung, Bildung und Wirtschaft abzuschaffen“. Es herrschten eine „hasserfüllte Rhetorik und staatliche Maßnahmen, die übermäßige Gewalt gegen rassisch missliebige Landbesitzer anheizen“.
Ramaphosa widersprach der Behauptung, dass weiße Südafrikaner gezielt Opfer rassistischer Gewalt seien. Er erklärte, die Regierungspolitik ziele darauf ab, die Ungleichheiten aus der Apartheid-Zeit zu beseitigen, als weiße Menschen in allen gesellschaftlichen Bereichen bevorzugt wurden. Er bestritt, dass weiße Einwohner Ziel einer Kampagne rassistischer Gewalt sind.
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Der Präsident des regierenden African National Congress (ANC) und Präsident von Südafrika, Cyril Ramaphosa, während der offiziellen Bekanntgabe der Wahlergebnisse der Parlamentswahlen in Johannesburg, Südafrika, am 2. Juni 2024. Foto: Chris McGrath/Getty Images
Der Präsident erklärte weiter, weiße Südafrikaner seien nach wie vor die privilegiertesten Bürger des Landes.
„Das stimmt“, sagte Hermann Pretorius, Sprecher des South African Institute of Race Relations, einer Forschungsgruppe, die gesellschaftliche Veränderungen in Südafrika untersucht. „Aber das bedeutet nicht, dass nicht Hunderttausende weiße Menschen arm und arbeitslos sind. Ich könnte Sie jederzeit zu einer der Wellblechsiedlungen bringen, in denen die Bewohner fast ausschließlich weiß sind.“
Ursachen für das Gefühl der Ausgrenzung
Pretorius sagte auch, viele weiße Einwohner würden die Politik der positiven Diskriminierung (Affirmative Action) und der wirtschaftlichen Förderung schwarzer Südafrikaner (Black Economic Empowerment) durch den regierenden African National Congress (ANC) für ihr Gefühl der Ausgrenzung verantwortlich machen.
„Das sind die Afrikaander, die versuchen werden, mithilfe von Trumps Verordnung in die USA zu gelangen“, so der Forscher.
Mehrere Gruppen, die sich für die Rechte der Afrikaander einsetzen, bedankten sich bei Trump für sein Angebot. Es wurde jedoch auch betont, dass die meisten Afrikaander in Südafrika bleiben würden, da sie sich trotz der vielen Herausforderungen dem Aufbau ihres Landes verpflichtet fühlten.
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Weiße Südafrikaner, die US-Präsident Donald Trump und den gebürtigen Südafrikaner und US-Technologiemilliardär Elon Musk unterstützen, versammeln sich am 15. Februar 2025 vor der US-Botschaft in Pretoria. Foto: Marco Longari/AFP via Getty Images.
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