Musk: Arbeit für DOGE schadet Tesla-Aktie

„Das ist ein sehr teurer Job [bei DOGE]“, sagte Elon Musk in Bezug auf den Kursverlust der Tesla-Aktie aufgrund von Protesten und Angriffen auf sein Unternehmen. Es häufen sich Anschläge auf Tesla in Europa.
Titelbild
Der Tech-Unternehmer Elon Musk am 30. März 2025 in Green Bay, Wisconsin.Foto: Scott Olson/Getty Images
Von 1. April 2025

Die Arbeit in der Abteilung für Regierungseffizienz (DOGE) schade dem Aktienkurs seines Unternehmens Tesla, erklärte kürzlich der Sonderberater des Weißen Hauses und Tech-Unternehmer Elon Musk.

In letzter Zeit kam es vermehrt zu Protesten gegen Tesla und Tesla-Händler sowie zu Vandalismus an Tesla-Fahrzeugen und Verkaufsräumen. Diese fanden vor allem in den USA als Reaktion auf Musks Rolle im Weißen Haus und bei DOGE statt. US-Präsident Donald Trump hatte DOGE im Januar per Dekret ins Leben gerufen.

Die Beschädigung von Tesla-Fahrzeugen oder die Zerstörung von Firmeneigentum haben in den USA bereits zu Anklagen gegen drei Personen geführt.

FBI richtet Sondereinheit ein

FBI-Direktor Kash Patel bestätigte Ende März die Einrichtung einer behördenübergreifenden Sondereinheit, die sich mit den Anschlägen auf Tesla beschäftigt.

Ziel sei es, die Verantwortlichen für die jüngste Welle der Gewalt gegen Tesla-Fahrzeuge, Tesla-Einrichtungen und Ladestationen zu identifizieren und strafrechtlich zu verfolgen.

„Das FBI untersucht die Zunahme der Gewalt gegen Tesla. In jüngster Zeit haben wir zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um hart durchzugreifen und unsere Reaktion zu koordinieren“, schrieb Patel am 24. März auf der Social-Media-Plattform X.

„Dies ist Inlandsterrorismus. Die Verantwortlichen werden verfolgt, gefasst und vor Gericht gestellt.“

Protest gegen die Einsparung durch DOGE

Dabei richtet sich der Protest gegen die Verkleinerung von Behörden, den Wegfall von Arbeitsplätzen und die Einsparung von Geldern. Großes Aufsehen erregte beispielsweise die fast vollständige Auflösung der Entwicklungshilfeorganisation USAID. Die Arbeitsgruppe ist angetreten, um Verschwendung, Betrug und Missbrauch zu bekämpfen und die Staatsausgaben zu reduzieren.

Musk, dessen Vermögen von Forbes auf etwa 330 Milliarden US-Dollar geschätzt wird, hat den Großteil seines Vermögens in Tesla-Aktien angelegt. Während einer Veranstaltung in Green Bay, Wisconsin, am Sonntag, dem 30. März, wies er auf die jüngsten Kursrückgänge der Tesla-Aktien hin.

„Was sie [die Demonstranten und Vandalen] versuchen, ist, massiven Druck auf mich und Tesla auszuüben, damit wir, ich schätze mal, damit aufhören …“, sagte Musk bei der Veranstaltung. „Meine Tesla-Aktien und die Aktien aller anderen Tesla-Aktionäre haben sich in etwa halbiert. Das ist eine große Sache.“

Er fügte hinzu: „Langfristig denke ich, dass sich die Tesla-Aktie gut entwickeln wird, also ist es vielleicht eine Kaufgelegenheit.“

Musk: „Das ist ein sehr teurer Job“

In Bezug auf seine Rolle in der Trump-Regierung sagte Musk: „Das ist ein sehr teurer Job.“

Die Tesla-Aktie ist seit Anfang 2025 um 31 Prozent gefallen. Im Vergleich zum Höchststand der Aktie im Dezember 2024 hat sich der Kurs fast halbiert. Vergleicht man den Kurs mit dem Stand vor zwölf Monaten, ist der Aktienkurs des Unternehmens jedoch um 48 Prozent gestiegen.

Am Wochenende demonstrierten in den USA und in einigen europäischen Städten Menschen vor Tesla-Autohäusern gegen Musk und DOGE. Am Sonntag wurden in einem Tesla-Autohaus in Rom (Italien) mindestens 17 Fahrzeuge durch Brandstiftung zerstört. In einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform X bezeichnete Musk den Angriff als „Terroranschlag“.

Anfang dieses Monats gab das US-Justizministerium die Verhaftung von drei Personen bekannt, die in den vergangenen Wochen versucht hatten, Tesla-Immobilien und Autos in Brand zu setzen.

Das FBI wies darauf hin, dass sich US-Amerikaner bewusst sein sollten, dass Tesla-Immobilien Ziel von Brandstiftung und Vandalismus werden könnten und dass sie wachsam sein sollten.

Ausgebrannte Teslas stehen vor einem Tesla-Autohaus im Landkreis Verden in NIedersachsen. <yoastmark class=

Angriffe in Schweden und Deutschland

Wie schwedische Medien berichteten, wurden am Montag in Stockholm und Malmö zwei Tesla-Autohäuser und mehrere Autos mutwillig beschädigt. Der öffentlich-rechtliche Sender SVT berichtete, dass ein Tesla-Geschäft in Malmö mit orangefarbener Farbe besprüht wurde. Die Polizei nahm vier Personen fest.

„Eine Streife wurde zu einem Geschäft dort gerufen, weil jemand ein Gebäude und Autos mit orangefarbener Farbe bemalt hatte“, erklärte die Polizei von Malmö.

Auch in Deutschland gab es Angriffe auf Tesla. Auf X kursiert ein Video, das zwei junge Frauen zeigt, wie sie ein Tesla-Geschäft in Berlin mit blauer Farbe besprühen.

Berufungsgericht setzt Richteranordnung außer Kraft

Mehrere US-Richter haben kürzlich Anordnungen erlassen, die DOGE-Beamten den Zugriff auf Daten verschiedener Bundesbehörden untersagen. Darunter fallen auch Datenbanken der Sozialversicherung, die möglicherweise personenbezogene Daten enthalten. Als Grund wurde ein mögliches Risiko für die Privatsphäre der US-Bürger angeführt.

Ein Berufungsgericht hat DOGE in der vergangenen Woche erlaubt, seine Arbeit zur Verkleinerung der US-Agentur USAID fortzusetzen, und hob damit die Anordnung eines Richters der Vorinstanz auf.

Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Musk Says His Role at DOGE Is Hurting Tesla Stock“. (deutsche Bearbeitung: er)



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