Graffiti-Sprayer verschandeln riesiges Wandgemälde am Tiber-Ufer in Rom

In Rom haben Graffiti-Sprayer ein riesiges Wandgemälde verschandelt: Der südafrikanische Künstler William Kentridge hatte auf einer Mauer am Tiber-Ufer Figuren aus der römischen Geschichte verewigt – Sprayer beschmierten das Fries nun aber mit Sprühfarbe. Sein Kunstwerk, das von vielen Touristen besucht wird, liege auch vielen Römern „am Herzen“, sagte Kentridge der Zeitung „La Repubblica“. „Aus Respekt vor ihnen sollte die Stadtverwaltung die Graffiti entfernen.“
Im Rathaus der italienischen Hauptstadt wurde die Botschaft offensichtlich gehört: Vize-Bürgermeister Luca Bergamo schickte noch am Freitag die Stadtreinigung los, um das Kunstwerk zu reinigen.
Die Sprayer bezeichnete er „dumm“. Kentridge sagte, viele Graffiti-Künstler machten „tolle Arbeit“. An Sprayern, die auf Wänden einfach nur ihr Namenskürzel hinterlassen, sei er aber „weniger interessiert“.
Das Kunstwerk „Triumphs and Laments“ war im April 2016 enthüllt worden und ist seitdem zu einer beliebten Touristenattraktion geworden. Kentridge hatte die Figuren auf die zehn Meter hohe Ufermauer im Stadtviertel Trastevere aufgebracht, indem er rundherum den Schmutz entfernte.
Die Figuren erzählen in nichtchronologischer Reihenfolge die Geschichte Roms: von der prähistorischen Zeit über das Dolce Vita der 60er Jahre bis zur heutigen Flüchtlingskrise. (afp)
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