Argentinien: Milei verhandelt mit IWF über neuen Kredit

Das argentinische Parlament hat Präsident Javier Milei grünes Licht für Verhandlungen mit dem Internationalen Währungsfonds über einen neuen Kredit gegeben.
Milei bat die Abgeordneten um die Genehmigung eines neuen 10-jährigen Kredits – zusätzlich zu den 44 Milliarden US-Dollar (40,3 Mrd. Euro), die Argentinien 2018 unter der Regierung Mauricio Macri aufnahm.
Ziel ist, die Devisenreserven der Zentralbank aufzustocken und anstehende Schuldenzahlungen zu decken. Milei zufolge wird das neue IWF-Darlehen es der Regierung ermöglichen, ihre Schulden bei der Zentralbank zu begleichen und verstärkt die Inflation zu bekämpfen.
Die Höhe des geplanten IWF-Kredites ist offen. Bekannt ist eine tilgungsfreie Zeit von 4,5 Jahren, die Verhandlungen laufen. Der Kongress stimmte mit 129 zu 108 Stimmen und 6 Enthaltungen für das Vorhaben.
Harter Sparkurs, Zustimmung des Volkes
Umfragen zeigen eine große Zustimmung für Milei von bis zur Hälfte der Befragten. Viele hoffen auf eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage. Der IWF prognostiziert Argentinien ein Wachstum von fünf Prozent in diesem Jahr.
Argentinien ist seit Jahren extremen Sparmaßnahmen unterworfen. Das aktuelle Hilfspaket des IWF war am 31. Dezember abgelaufen.
Milei hat Argentinien daher einen harten Sparkurs verordnet. Bei seinem Amtsantritt im Dezember 2023 hatte er eine „Schocktherapie“ für Argentinien angekündigt, die hauptsächlich massive Einschnitte bei den Staatsausgaben umfasst.
Die Inflation sank von 211 Prozent Ende 2023 auf derzeit 66 Prozent. 2024 erzielte die Regierung erstmals seit 2020 einen Haushaltsüberschuss. (afp/red)
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