SpaceX-Rakete zur ISS gestartet: Rückholaktion für gestrandete Astronauten – SpaceX will bis Ende 2026 zum Mars

Eine Rakete des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX ist zu einer Rückholmission für zwei auf der Internationalen Raumstation ISS festsitzenden US-Astronauten ins All gestartet. Die Falcon-9-Rakete hob am Freitag um kurz nach 19:00 Uhr (Samstag, 00:00 Uhr MEZ) vom US-Weltraumbahnhof Kennedy Space Center in Florida ab.
Damit rückt die Heimkehr der seit neun Monaten auf der ISS ausharrenden US-Astronauten Suni Williams und Butch Wilmore näher.
Im Rahmen der Mission Crew 10, an der auch die US-Raumfahrtbehörde NASA beteiligt ist, sollen zugleich die beiden US-Astronautinnen Nicole Ayers und Anne McClain, der russische Kosmonauten Kirill Peskow und der Japaner Takuya Onishi zur ISS gebracht werden. Der Start der Mission war zunächst für Mittwoch geplant, wegen technischer Probleme musste er aber verschoben worden.
Williams und Willmore wollten nur acht Tage bleiben
„Wir feiern die unzähligen Menschen auf der ganzen Welt, die diese Reise möglich gemacht haben“, sagte Ayers kurz vor dem Start. Die Blicke richten sich aber vor allem auf die beiden Astronauten, denen durch die Ankunft der neuen Crew die Rückkehr zur Erde ermöglicht werden soll. Nach einer kurzen Übergabe an Bord der ISS soll eine Dragon-Kapsel Williams und Wilmore sowie zwei weitere Raumfahrer zur Erde zurückbringen.
Williams und Wilmore waren im Juni mit einem Starliner-Raumschiff zur ISS geflogen und sollten ursprünglich nur acht Tage im All verbringen. Wegen eines technischen Problems am Starliner kehrte dieser jedoch ohne sie zur Erde zurück, seither saßen die beiden Astronauten auf der ISS fest und warteten auf eine Rückfluggelegenheit.
Die Rückkehr der beiden Astronauten zur Erde ist nach Angaben der NASA frühestens am kommenden Mittwoch möglich.
Elon Musk kündigt Mars-Flug seiner Starship-Rakete für Ende 2026 an
Zudem gab Firmenchef Elon Musk bekannt, dass die Riesenrakete Starship Ende 2026 auf den Mars fliegen können soll. „Starship wird Ende nächsten Jahres zum Mars aufbrechen“, erklärte Musk am Samstag in seinem Onlinedienst X.
Die Rakete werde dabei zunächst den menschenähnlichen Roboter Optimus befördern. Sollte diese Marslandung erfolgreich sein, könnten ab 2029 bemannte Marsmissionen mit Starship folgen, „obwohl 2031 wahrscheinlicher scheint“, fügte Musk hinzu.
Bei den bisher acht Testflügen von Starship hatte es bisher einige Probleme gegeben. Beim jüngsten Testflug in der vergangenen Woche war die oberste Stufe der Rakete erneut explodiert, woraufhin SpaceX den Kontakt zu der Riesenrakete verlor. Vor einem erneuten Testflug müssen die Vorgänge nach Angaben der US-Flugsicherheitsbehörde FAA untersucht werden.
Starship ist mit 123 Metern die bisher größte und leistungsstärkste Weltraumrakete überhaupt. Mit der Rakete verfolgt SpaceX das Ziel, eine vollständig wiederverwendbare und damit kostengünstigere Rakete zu bauen. Die US-Raumfahrtbehörde NASA will eine andere Version der Rakete zunächst für die Wiederaufnahme bemannter Flüge zum Mond nutzen. (afp/red)
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