Flughäfen: Nach IT-Panne Betrieb weitestgehend normalisiert

Ein globales Computer-Problem sorgt am Freitag auch an deutschen Flughäfen und bei Airlines für Ausfälle. Inzwischen laufen die Systeme wieder. In Großbritannien pilgerten die Menschen zum Ärmelkanal, um die Insel zu verlassen.
Die Flugzeuge Suchoi Superjet sind eine der wenigen Neuentwicklungen des russischen Flugzeubaus. (Archivbild)
Nach der IT-Panne gestern können die Flugzeuge wieder abheben. (Archivbild)Foto: Marina Lystseva/AP/dpa
Epoch Times20. Juli 2024

Nach der weltweiten IT-Störung hat sich der Luftverkehr in Deutschland nach Angaben des Flughafenverbandes ADV wieder „weitestgehend normalisiert“. Verspätungen oder gar Absagen sollten nur noch vereinzelt vorkommen, sagte eine ADV-Sprecherin auf Anfrage in Berlin. Die IT-Systeme an den Flughäfen liefen seit Freitagvormittag wieder. Auch bei Fluggesellschaften sei der Fehler inzwischen behoben.

Ein fehlerhaftes Software-Update hatte am Freitagmorgen weltweit weitreichende Störungen ausgelöst, die den Flugverkehr vielerorts nahezu lahmlegten. Betroffen waren auch Supermärkte, Banken, Krankenhäuser, Fernsehsender und andere Einrichtungen.

Als Ursache nannte der Softwareanbieter Crowdstrike ein fehlerhaftes Update eines IT-Sicherheitssystems. Die Firma erklärte den Fehler am Freitagmittag für behoben. Dennoch hatten die Airlines den ganzen Freitag über Probleme.

Andrang am Ärmelkanal

In Großbritannien weichen nach zahlreichen Flugausfällen durch die globalen Computerprobleme viele Reisende auf Verbindungen am Ärmelkanal aus. Der Hafen von Dover mahnte die Menschen, vorher eine Reservierung zu machen.

„Wir beobachten Hunderte gestrandete Flugpassagiere, die am Hafen ankommen. Bitte stellen Sie sicher, dass Sie vor Ihrer Ankunft eine Buchung haben“, hieß es in einer Mitteilung des Fährhafens. Am Morgen hatte es zunächst Berichte über lange Wartezeiten an der wichtigsten Fährroute von Großbritannien nach Frankreich gegeben.

Notfalls unterwegs noch ein Ticket herunterladen

Am Morgen hatte es zunächst Berichte über lange Wartezeiten an der wichtigsten Fährroute von Großbritannien nach Frankreich gegeben.

Die Verwaltung der Grafschaft Kent warnte davor, ohne Reservierung zum Fährhafen oder zum Eurotunnel anzureisen. „Sowohl die Fähren von Dover als auch der Autozug nehmen heute keine unangemeldeten Passagiere an. Bitte buchen Sie im Voraus, bevor Sie zum Hafen fahren“, hieß es in der Mitteilung auf X.

Der Geschäftsführer des Hafens, Doug Bannister, rief gestrandete Passagiere trotzdem dazu auf, nach Dover zu kommen. „Wir haben Kapazitäten“, sagte er der britischen Nachrichtenagentur PA. Notfalls sollten die Leute unterwegs noch ein Ticket kaufen und herunterladen. (dpa/red)



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