Regen – Von Max Dauthendey
Aus der Reihe Epoch Times Poesie - Gedichte und Poesie für Liebhaber
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Du sitzt mit stummem Gesicht am Fenster, Empfängst den Besuch der Regengespenster.Foto: iStock
Regen
Da draußen regnet es weit und breit.
Es plaudern tausend flüsternde Zungen.
Es regnet tausend Erinnerungen.
Der Regen Geschichten ums Fenster rauscht.
Die Seele gern dem Regen lauscht.
Der Regen hält dich im Haus gefangen.
Die Seele ist hinter ihm hergegangen.
Die Insichgekehrte ist still erwacht,
Im Regen sie weiteste Wege macht.
Du sitzt mit stummem Gesicht am Fenster,
Empfängst den Besuch der Regengespenster.
Max Dauthendey (1867 – 1918)
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