Nach Anschlag in München: Zweijährige und ihre Mutter gestorben
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Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) äußerte sich „tief erschüttert und traurig“. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erklärte: „Ganz Bayern trauert.“
Scholz sprach den Hinterbliebenen der beiden Todesopfer sein „tief empfundenes Beileid“ aus. „Das Land trauert mit ihnen“, schrieb er auf X.
„Eine Mutter und ein kleines Kind haben ihr Leben verloren. All das tut so weh und ist so sinnlos“, erklärte Söder. „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen – und wir hoffen und beten für alle weiteren Verletzten“, fügte er auf X hinzu.
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) erklärte, die nun gestorbene Frau sei eine städtische Mitarbeiterin gewesen. Sie und ihre Tochter seien „ermordet“ worden, als die Frau „für ihre gewerkschaftlichen Rechte auf die Straße gegangen“ sei. Der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke äußerte sich „zutiefst erschüttert und fassungslos“ angesichts des Todes der Frau – „unserer Kollegin“ – und ihres jungen Kindes.
39 Verletzte
Ein 24-jähriger afghanischer Staatsangehöriger war am Donnerstag mit einem Auto in die Demonstration in München gefahren; 39 Menschen wurden dabei verletzt. Gegen den Mann wurde Haftbefehl erlassen wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und schweren gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Er sitzt in Untersuchungshaft. Der Generalbundesanwalt übernahm die Ermittlungen.
Bei dem Beschuldigten handelt es sich um einen abgelehnten Asylbewerber aus Afghanistan, der sich aber legal in Deutschland aufhielt und unter anderem auch eine Arbeitserlaubnis besaß. Der Verdächtige räumte nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein, bewusst in die Demonstration gefahren zu sein. Er habe eine „religiöse Motivation“ genannt. Bei der Festnahme durch Polizisten unmittelbar nach der Tat habe er zudem „Allahu Akbar“ (Gott ist groß) gerufen.
Vor dem Bekanntwerden des Todes des kleinen Mädchens und seiner Mutter hatte Scholz am Samstag zusammen mit Münchens Oberbürgermeister Reiter den Anschlagsort besucht. Dabei forderte Scholz, zusammenzustehen „und dafür sorgen, dass unser Land zusammenhält“. Wer eine solche Tat begehe, müsse „mit den härtesten Strafen rechnen“. (afp)
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