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Milliardär mischt mit

Musk: Großeinstieg bei Twitter – Umfrage zu Redigier-Knopf

Der Milliardär Elon Musk hat sich eine Aktienmehrheit bei Twitter gesichert. Und startet schon erste Nutzer-Umfragen. Was treibt den Tech-Milliardär um?

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Tesla-Chef Elon Musk hat 80 Millionen Follower bei Twitter.

Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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Lesedauer: 2 Min.

Tesla-Chef Elon Musk ist zum größten Aktionär von Twitter geworden. Der Tech-Milliardär hält einen Anteil von 9,2 Prozent, wie der Kurznachrichtendienst mitteilte. Die Twitter-Aktie stieg danach im frühen US-Handel um gut 27 Prozent. Musk gehört mit gut 80 Millionen Abonnenten zu den bekanntesten Twitter-Nutzern.
Der Tesla-Chef greift nun eine alte Forderung vieler Nutzer auf: Die Möglichkeit, Tweets nachträglich zu ändern. Nutzer können sich in einer von Musk aufgesetzten Twitter-Umfrage dazu äußern, ob sie einen Redigier-Knopf wollen. Nach den ersten Stunden in der Nacht zum Dienstag lag die Zustimmung bei rund 75 Prozent.

Indirekter Appell ans Management

Die nicht-repräsentative Umfrage hat zwar keine direkten Konsequenzen, doch die frisch erworbene Beteiligung bei der Kurznachrichten-Plattform sichert Musk automatisch mehr Gehör beim Twitter-Management. Twitter ging auf die jahrelangen Forderungen nach einer Redigier-Möglichkeit nie ein.
Musk hält sich bisher bedeckt dazu, was er mit dem Einstieg beim Kurznachrichtendienst erreichen will. Dass die Beteiligung bei der US-Börsenaufsicht SEC mit dem Formular „13G“ gemeldet wurde, bedeutet zugleich, dass Musk zumindest vorerst keinen aktiven Einfluss auf die Geschäftspolitik von Twitter oder einen Sitz im Verwaltungsrat anstrebt. Für solche Fälle hätte er das ausführlichere Formular „13D“ ausfüllen müssen.
Twitter-Chef Parag Agrawal erlaubte sich eine dezente Spitze gegen seinen neuen größten Anteilseigner. Agrawal retweetete Musks Befragung mit den Worten: „Die Konsequenzen dieser Umfrage werden bedeutend sein. Bitte stimmen Sie sorgfältig ab.“ Mit diesem Satz hatte Musk vor einigen Tagen Twitter-Nutzer nach deren Meinung über die Redefreiheit bei dem Dienst gefragt, bevor er seinen Einstieg bekannt gab. (dpa/mf)

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