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EU reagiert verhalten auf britische Pläne für Zeit nach Brexit

Freihandelszone Großbritannien - EU? Der EU-Chefunterhändler für den Brexit reagierte verhalten auf die britischen Pläne für die Zeit nach dem EU-Austritt des Landes.

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London: Der Westminster Palast, Big Ben und typische Londoner Busse auf der Westminster Bridge.

Foto: iStock

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Der EU-Chefunterhändler für den Brexit, Michel Barnier, hat zurückhaltend auf die britischen Pläne für die Zeit nach dem EU-Austritt des Landes reagiert. Die Staatengemeinschaft werde die Vorschläge im Detail untersuchen und einschätzen, ob sie „umsetzbar und realistisch sind“, erklärte Barnier in der Nacht zum Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Er erwarte das angekündigte Weißbuch mit weiteren Details.
Nach langem Streit hatte sich das Kabinett der britischen Premierministerin Theresa May am Freitag geeinigt. Geplant ist unter anderem eine Freihandelszone mit der EU. Die britischen Vorschläge zielen darauf ab, nach dem Brexit einen harten Schnitt mit der EU zu vermeiden, wie er von vielen Hardlinern in Mays konservativer Partei gefordert wird.
Einige europakritische Minister stellten sich am Samstag öffentlich hinter die Pläne. Dagegen bezeichnete Nigel Farage, Gründer der europafeindlichen Partei Ukip, das Positionspapier als „Verrat“. Der irische Vize-Premierminister Simon Coveney erklärte, die Pläne müssten „eingehend erörtert“ werden. „Viel Arbeit vor uns“, schrieb er im Kurzbotschaftendienst Twitter.
Aus Deutschland kam ebenfalls eine verhaltene Reaktion: SPD-Fraktionsvize Achim Post nannte die Einigung einen „Schritt nach vorn“. „Auch nach den neuen britischen Vorschlägen muss gelten: Einseitiges Rosinenpicken kann und darf es nicht geben“, betonte er gleichzeitig. (afp)

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