Esken plädiert für Euro-Bonds als dauerhafte Lösung
SPD-Chefin Esken folgt den Ansätzen, die auch Außenminister Heiko Maas schon geäußert hat und spricht sich für Euro-Bonds aus. Mit dieser Maßnahme würde die europäische Wirtschaft zunehmend in eine zentral von Brüssel gelenkte Planwirtschaft abgleiten, da eigenständige Wirtschafts- und Finanzpolitik der einzelnen Staaten damit hinfällig würde.

Saskia Esken will mit Euro-Bonds den Weg der zentralen Wirtschaftslenkung aus Brüssel antreten.
Foto: Michael Kappeler/dpa/dpa
In der Diskussion um die Finanzierung der wirtschaftlichen Kosten der Coronakrise in der EU plädiert SPD-Chefin Saskia Esken für schnelle Hilfen an besonders betroffene Länder. „Deswegen sind die Instrumente des ESM, des Europäischen Stabilitätsmechanismus, jetzt schnell verfügbar“, sagte Esken der RTL/n-tv-Redaktion. Allerdings sollten diese Hilfen nach Ansicht Eskens nicht mit strikten Sparauflagen verknüpft werden.
Perspektivisch spricht sich die SPD-Vorsitzende aber für gemeinsame Schulden und damit für Eurobonds aus. „Auf Dauer bin ich der Meinung, genau wie Norbert Walter-Borjans, dass die gemeinsame Schuldenaufnahme, die am Ende gemeinsame Zins- und Tilgungsleistungen bedeutet, den richtigen Ansatz liefert.“ Das sei solidarisch. „Und sorgt dafür, dass die Europäische Union als Volkswirtschaft schnell auf die Beine kommt. Das hilft auch uns“, so Esken. (dts)
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