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Deutschland zieht Personal von Sophia-Mission ab – Maltas Marine nimmt 271 Migranten im Mittelmeer auf

Die Bundesregierung wird das Personal aus dem Hauptquartier der Sophia-Mission abziehen. Unterdessen nahm Maltas Marine zahlreiche Migranten auf.

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Flüchtlinge im Mittelmeer.

Foto: TAHA JAWASHI/AFP/Getty Images

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Lesedauer: 1 Min.

Die Bundesregierung wird auch das Personal aus dem Hauptquartier der Sophia-Mission in Rom abziehen. Der deutsche Anteil der Einsatzführung werde seine Arbeit zum 30. Juni einstellen, heißt es in einer Unterrichtung des Bundestages, die der dpa vorliegt.
Zunächst werde die deutsche Beteiligung „damit ruhen“. Deutschland hatte im Januar angekündigt, bis auf weiteres keine neuen Schiffe für die Operation Sophia vor der libyschen Küste bereitzustellen.
Hintergrund ist ein ungelöster Streit um die Aufnahme von Migranten in europäischen Ländern.

Maltas Marine nimmt 271 Migranten im Mittelmeer auf

Unterdessen hat Maltas Marine bei drei Einsätzen auf dem Mittelmeer insgesamt 271 Migranten eingesammelt. Bei einem Einsatz in der Nacht zum Mittwoch seien südlich von Malta 63 Menschen auf einem Schlauchboot entdeckt worden, das zu sinken drohte, teilte die Marine am Mittwoch in Valletta mit. Bei zwei weiteren Aktionen am Mittwoch seien 61 und 147 Migranten an Land gebracht worden.
Da sich Italien immer weigert weiterhin illegale Migranten aufzunehmen, die das Mittelmeer von Libyen aus zu überqueren versuchen, hat Malta die EU um Hilfe gebeten. Immer wieder ertrinken zahlreiche Migranten beim Untergang ihrer oft  seeuntüchtigen Boote, die meisten beim Versuch der Überfahrt von Libyen in die EU. Das UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR spricht deshalb von „der tödlichsten Meeresüberquerung der Welt“. (dpa/afp/so)

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