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Bewährungsstrafe für Veganerin in Frankreich – Tötung eines Fleischers als „gerecht“ bezeichnet

Nach den strengen französischen Anti-Terror-Gesetzen darf jeder, der Terrorismus gutheißt oder sich positiv darüber äußert, verurteilt werden.

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Erinnerungen in Paris an die Terroropfer: Frankreich ist seit Anfang 2015 von mehreren schweren Anschlägen erschüttert worden.

Foto: Ian Langsdon/dpa

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Weil sie die Tötung eines Fleischers bei der Geiselnahme in einem südfranzösischen Supermarkt als „gerecht“ bezeichnet hatte, ist eine militante Veganerin in Frankreich zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.
Die Aktivistin hatte am Montag auf Facebook mit Blick auf den getöteten Fleischer ihre Verwunderung darüber ausgedrückt, dass die Menschen „schockiert“ seien, „dass ein Mörder von einem Terroristen getötet wurde“. „Ich habe null Mitgefühl für ihn“, schrieb sie weiter. Es handle sich um „Gerechtigkeit“.
Die Polizei entdeckte den Eintrag und verhaftete die Frau wegen des Verdachts der Billigung von Terrorismus. Am Donnerstag verurteilte ein Richter in der Stadt Saint-Gaudens sie zu sieben Monaten Haft auf Bewährung.
Nach den strengen französischen Anti-Terror-Gesetzen darf jeder, der Terrorismus gutheißt oder sich positiv darüber äußert, verurteilt werden – das Strafmaß kann bis zu sieben Jahre Gefängnis und einer Geldstrafe von 100.000 Euro reichen.
Der 50-jährige Fleischer Christian Medves ist eines der insgesamt vier Todesopfer der islamistischen Angriffsserie in Südfrankreich. Ein 25-Jähriger hatte am Freitag vergangener Woche zunächst in Carcassonne einen Autofahrer erschossen und anschließend drei Geiseln in einem Supermarkt im nahe gelegenen Trèbes getötet.
(afp)

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