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Generalbundesanwalt: Deutschland muss sich auf mögliche Anschläge mit biologischen Waffen durch Islamisten einstellen

Nach der Festnahme des Biobomben-Bauers in Köln hat Generalbundesanwalt Peter Frank vor der Gefahr durch Anschläge mit biologischen Kampfstoffen gewarnt.

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Mann mit Gasmaske

Foto: ARMEND NIMANI/Getty Images

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Lesedauer: 1 Min.

Nach der Festnahme des Tunesiers in Köln hat Generalbundesanwalt Peter Frank vor Anschlägen mit biologischen Waffen gewarnt. „Wir müssen uns davon verabschieden, dass terroristische Straftaten immer nach dem gleichen Muster erfolgen,“ sagte Frank am Mittwochabend in den ARD-„Tagesthemen“.
Die Gefahr, dass Anschläge auf unterschiedliche Arten und Weisen begangen werden könnten, sähen die Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden schon seit längerer Zeit.
Terroristen seien „insoweit sehr kreativ und versuchen asymetrisch alle möglichen Szenarien auszutesten, dazu gehört auch eine solche Bedrohung mit biologischen Kampfstoffen, darauf müssen wir uns einstellen“, warnte Frank.
Der 29-jährige Tunesier Seif Allah H. war in der vergangenen Woche in Köln festgenommen worden. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft hatte er 84,3 Milligramm hochgiftiges Rizin hergestellt. Der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, sprach von konkreten Vorbereitungen für einen Anschlag mit einer Biobombe.
Generalbundesanwalt Frank sagte im SWR, der Tunesier sei „im islamistischen Spektrum tief verankert und stand mit Personen aus diesem Spektrum in Kontakt“. Zweimal habe er versucht, über die Türkei nach Syrien zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat zu reisen, doch das habe offenbar nicht geklappt. Als IS-Mitglied gelte der Mann derzeit aber nicht.
(afp/so)

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