Sächsischer Verfassungsschutz schlägt Alarm: Muslimbrüder in sieben Städten Ostdeutschlands aktiv
Islamexpertin Schröter: Schritt für Schritt sollen Normen aus der Scharia in der Gesellschaft eingeführt werden.

Die "Sächsischen Begegnugsstätten" gehören zur Muslimbruderschaft, um die islamischen Regeln der Scharia durchzusetzen – auch bei Nicht-Muslimen.
Foto: Tobias Schwarz / Getty Images
Die radikal islamische Muslimbruderschaft ist in Ostdeutschland immer stärker aktiv. Das geht aus dem aktuellen Sächsischen Verfassungsschutzbericht über das Jahr 2018 hervor.
Vor allem die sogenannten „Sächsischen Begegnungsstätten“, eine Vereinigung des ägyptischen Predigers Saad Elgazar macht den Verfassungsschützern Sorgen. Mittlerweile gibt es bereits sieben Standorte der „Begegnungsstätten“.
Auch in den sozialen Netzwerken ist Elgazar sehr aktiv – dort bekennt er sich offen zur Muslimbruderschaft und ruft Muslime dazu auf, nach dem „Wahren Islam“ zu leben.
Die Muslimbruderschaft gilt als älteste und stärkste islamische Bewegung. Ihr Ziel ist die Errichtung eines Islamischen Gottesstaates auf Grundlage der Scharia.
Durchsetzung islamischer Normen in Deutschland
Im Interview mit Focus Online erklärte Susanne Schröter, Islamexpertin am „Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam“, das Ziel der muslimbrudernahen Vereinigungen: „Die schrittweise Durchsetzung islamischer Normen bei Muslimen in Deutschland und in der Gesellschaft“.
Um dieses Ziel zu erreichen, sind die Vereinigungen in ein internationales Netzwerk eingebunden. Dass sie damit durchaus auch Erfolg haben, würden die zunehmenden Konflikte in Schulen deutlich zeigen, sind sich Islamforscher einig. „Dabei geht es um Geschlechtertrennung, um Kopftücher für Mädchen, um das Fasten von Kindern, Forderungen nach Gebetsräumen, Halal-Kantinen. Oder etwa darum, während des Ramadans keine Prüfungen durchzuführen“, zitiert „Focus Online“ die Islamexpertin.
Um die Expansion zu verhindern, bietet das Landesamt für Verfassungsschutz in Sachsen Vorträge und Workshops zu diesem Thema an.
(ma)
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