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Berlin

„Letzte Generation“ für Tod von Radfahrerin nicht strafrechtlich verantwortlich

Der Fall hatte im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt: In einem durch „Klimaaktivisten“ verursachten Stau steckten auch Rettungskräfte fest, die zu einem Unfall mit einer Radfahrerin unterwegs waren, die später starb. Die Berliner Staatsanwaltschaft äußerte sich jetzt zu der Verantwortung der Aktivisten.

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Ein Aktivist der Gruppe „Letzte Generation“ klebt seine Hand auf den Boden.

Foto: Tobias Schwarz/AFP via Getty Images

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Lesedauer: 1 Min.

Nach dem Tod einer Radfahrerin bei einem Unfall mit einem Betonmischer und einem durch Klimaproteste verzögerten Rettungseinsatz hat die Berliner Staatsanwaltschaft die strafrechtliche Verantwortung zweier Aktivisten verneint.
Zwar habe eine Protestaktion, bei der sich zwei Mitglieder der „Letzten Generation“ am 31. Oktober 2022 auf der Stadtautobahn A100 festgeklebt hatten, zum Stau geführt und damit die Ankunft eines Spezialfahrzeugs der Feuerwehr verzögert, das bei der Bergung der 44-Jährigen helfen sollte. Darauf sei es aber angesichts einer „notfallmedizinisch vollkommen korrekten“ Entscheidung der Notärztin vorher nicht angekommen, hieß es.
Laut Staatsanwaltschaft wäre die Radfahrerin angesichts ihrer schweren Verletzungen ohnehin nicht mehr zu retten gewesen. Dies habe die Obduktion ihrer Leiche ergeben.
Der Fall hatte bundesweit für Schlagzeilen und Diskussionen gesorgt. Die Gruppe Letzte Generation wurde heftig für ihre Aktionen kritisiert. Ganz ohne strafrechtliche Folgen bleibt die Aktion am 31. Oktober 2022 auch nicht: Die Staatsanwaltschaft hat gegen die beiden Aktivisten Anklage wegen Nötigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte erhoben. Sie sollen sich deshalb vor dem Amtsgericht Tiergarten verantworten. (afp/dpa/red)

Kommentare

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bremsklotz1vor 2 Jahren

Und wenn jemand bei einer "AfD-Kundgebung" oder einer "°Querdenkerversammlung" falsch geparkt hätte und nur die "Möglichkeit" einer Behinderung bestanden hätte, hätte diese "Rechtsbeugejustiz" mit "aller Härte" was "gezaubert" um ein Exempel zu statuieren....

[]

Minimaxvor 2 Jahren

Die Tatsache, daß die Frau sowieso gestorben wäre, spielt absolut keine Rolle. Es geht einzig um die Behinderung des Verkehrs. Jemand, der schwer verletzt gewesen wäre und verspätete Hilfe bekommen hätte, wäre eventuell gestorben, darauf kommt es an. Keiner hat des Recht, sich auf eine Straße zu legen, außer Selbstmördern.

Justiz zum Abwinken.

GregorClausnervor 2 Jahren

Es hat - erst mal- niemand etwas anderes erwartet.

Die Staatsanwaltschaft hat weisungsgebunden gleich von vornherein entschieden, daß es keines Tötungs-Verfahrens bedarf. Ein Gericht wurde hierzu gar nicht erst bemüht.

Ich hoffe die Angehörigen legen sofort Beschwerde ein.So leicht und durchsichtig sollte man niemanden davonkommen lassen.

Die Möglichkeit eines Klagererzwingungsverfahrens besteht zudem auch noch.