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Nach Europawahl

Wilders-Partei schließt sich EU-Rechtsbündnis um Orban an

Rechte Kräfte im Europaparlament sortieren sich neu. Das neue Bündnis um die Partei von Ungarns Regierungschef Orban hat nun fast genug Partner für den Fraktionsstatus zusammen.

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In den Niederlanden ist Geert Wilders' rechtspopulistische Partei für die Freiheit die stärkste Kraft in der Regierung - auf EU-Ebene will er nun gemeinsame Sache mit Viktor Orban machen. (Archivbild)

Foto: Peter Dejong/AP/dpa

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Lesedauer: 2 Min.

Die geplante neue Fraktion rechter Parteien des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban im Europaparlament bekommt weiter Zulauf. Nach der spanischen Vox will nun auch die niederländische rechte Partei von Geert Wilders dabei sein. Das teilte Wilders auf X mit. „Wir wollen unsere Kräfte bündeln und werden uns mit Stolz den Patrioten für Europa anschließen“, schrieb der Chef der Partei für die Freiheit (PVV).
Wilders‘ Partei hatte im vergangenen November die Parlamentswahl in den Niederlanden gewonnen und ist jetzt der stärkste Partner einer rechten Regierungskoalition aus insgesamt vier Parteien. Bei den Europawahlen im vergangenen Monat hatte die PVV sechs Sitze im EU-Parlament gewonnen.
Bislang haben neben Vox auch die österreichische FPÖ unter Parteichef Herbert Kickl, die liberale tschechische ANO von Andrej Babis und die portugiesische Chega angekündigt, sich der neuen Rechtsaußen-Fraktion anschließen zu wollen. Mit Wilders Ankündigung würde die neue Fraktion über Abgeordnete aus sechs Ländern verfügen – vorgeschrieben für den Fraktionsstatus im Europaparlament ist die Mitgliedschaft von Abgeordneten aus mindestens sieben Ländern.

AfD sieht sich „in Freundschaft verbunden“

AfD-Chefin Alice Weidel hatte einen Anschluss der Delegation ihrer Partei an die geplante Rechtsfraktion um Fidesz am Dienstag ausgeschlossen. Man sei im Austausch, aber momentan sei das keine Option. Sie sprach von einem strategisch langfristigen Projekt.
„Wir sind in Freundschaft verbunden, wir haben unglaubliche inhaltliche Schnittmengen, aber sowohl die eine als auch die andere Partei unterliegt politischen und auch außenpolitischen und außenwirtschaftlichen Zwängen, auf die wir momentan Rücksicht nehmen müssen“, sagte die AfD-Chefin auf die Frage, ob ihre Partei in dem Bündnis nicht gewollt sei.
Wenn sich der „angehende Regierungschef von Österreich, Herr Kickl“, dazu entscheide mit der Regierung Fidesz in Ungarn zusammenzugehen, sei das ein Bündnis der Regierungsparteien. „Wir müssen erst unsere Hausaufgaben selbst machen“, sagte Weidel. In Österreich wird im Herbst gewählt. FPÖ-Chef Herbert Kickl könnte neuer Bundeskanzler werden. Orban, Kickl und Babis hatten das Bündnis „Patrioten für Europa“ am vergangenen Wochenende in Wien gebildet. (dpa/red)

Kommentare

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Volker Zipfel-Steinmeyervor 10 Monaten

Das sich rechte Parteien bis hin zum rechten Rand zusammentun ist nur schlüssig und logisch. Die linken Parteien machen es ihnen vor und nennen sich abgrenzend auch noch „ demokratische Parteien“

Beobachtervor 10 Monaten

Warum schließt sich die AFD nicht an?

Für mich unverständlich.