Breedlove verteidigt Plan zur Verlagerung von Waffen nach Osteuropa

Epoch Times17. Juni 2015

Der Oberkommandierende der Nato und der US-Truppen in Europa, General Philip Breedlove, hat seinen Plan verteidigt, die Ausrüstung einer Panzerbrigade nach Osteuropa zu verlagern. Der Vorschlag stimme mit den Verpflichtungen aus der Nato-Russland-Akte überein, „weil die Einheit klein genug ist und über verschiedene Standorte verteilt wird“, sagte Breedlove der F.A.Z. (Donnerstagsausgabe) während eines Manöverbesuchs in Ustka an der polnischen Ostseeküste. In dem Vertrag von 1997 hatte sich die Nato verpflichtet, „substantielle Kampftruppen“ nicht „dauerhaft“ in Osteuropa zu stationieren.

Alle Staats- und Regierungschefs der 28 Nato-Staaten seien sich auf dem Gipfeltreffen in Wales darüber einig gewesen, dass militärische Ausrüstung künftig vorverlagert werden könne, so Breedlove. Der Plan sieht vor, dass erstmals die Ausrüstung einer Panzerbrigade von bis zu 5.000 Soldaten, darunter 250 Kampfpanzer, in den baltischen Staaten, in Polen, Rumänien, Bulgarien und möglicherweise auch in Ungarn stationiert wird. Sie könnte von US-Einheiten genutzt werden, die in diesen Ländern Streitkräfte ausbilden. Über den Plan des Generals muss in Washington noch entschieden werden. Russland hat mit Gegenmaßnahmen wie der Stationierung nuklear bewaffneter Kurzstreckenraketen in Kaliningrad gedroht. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am Dienstag angekündigt, bis zum Jahresende vierzig neue Interkontinentalraketen anzuschaffen. Breedlove nannte die Ankündigungen Putin „provozierend“. Man müsse abwarten, ob es sich nur um Rhetorik handle. Diee Nato treffe ihre Entscheidungen transparent und öffentlich diskutiere. „Im Unterschied dazu veranstaltet Russland nicht angekündigte Alarmübungen mit vielen Soldaten, Übungen, die in einigen Fällen im letzten Jahr zur Besetzung von Staaten geführt haben“, sagte der General in Bezug auf den Ukraine-Konflikt. Die Nato-Verteidigungsminister werden sich Mitte kommender Woche in Brüssel mit der Lage im Krisengebiet befassen.

(dts Nachrichtenagentur)



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