Der Krieg mit China läuft bereits – die USA schlafen noch
Die USA und China tragen einen Wirtschaftskrieg um die globale Vorherrschaft aus. Während Peking schwere Geschütze auffährt, läutet Washington die Deindustrialisierung im eigenen Land ein, meint der Ökonom Stephen Moore.
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Der Wirtschaftskrieg um die globale Vorherrschaft ist bereits im Gange – die USA kümmern sich aber lieber um den Klimawandel.
Immer mehr sieht es so aus, als stünde der Dritte Weltkrieg zwischen den USA und China an. Obwohl die Chinesen ihr Militär in aggressiver und bedrohlicher Weise aufrüsten, wird der Krieg jedoch nicht mit Waffen ausgetragen werden.
Vielmehr wird es ein Wirtschaftskrieg um die globale Vorherrschaft sein. Der Yuan gegen den Dollar. Die Nasdaq gegen die Shanghaier Börse.
Derweil schläft Amerika – zumindest die Biden-Regierung – noch. Dies ist der denkbar schlechteste Zeitpunkt, um die Steuersätze für US-Firmen zu erhöhen (nach dem Plan von US-Präsident Joe Biden wären unsere Gewerbesteuersätze dann höher als die in China!). Ebenso ungünstig ist der Zeitpunkt dafür, die US-Energieversorgung zu demontieren (während China 1.000 schmutzige Kohlekraftwerke betreibt und dutzende weitere im Bau sind) und die Staatsverschuldung in die Höhe zu treiben (mit China als Hauptkäufer der Anleihen).
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Egal wie man zu Donald Trump steht, er war ein Präsident, der Amerika an die erste Stelle setzte und die räuberische Natur des chinesischen Regimes erkannte. Er ging hart mit Präsident Xi Jinping ins Gericht und kippte einseitige Handelsabkommen. Seine Strategie bestand darin, das zu tun, was der frühere Präsident Ronald Reagan tat, um den Kalten Krieg zu gewinnen: Strategische Industrien so auszubauen, dass weder die Sowjetunion noch China konkurrenzfähig waren, und Amerika auf diese Weise zu enormem Wohlstand zu verhelfen.
Gefährlich ist, dass wir jetzt mit Biden einen Präsidenten haben, der glaubt, dass der Klimawandel eine größere Bedrohung für die Welt darstellt als die Maoisten in Peking.
Und es besteht kein Zweifel: Die Kommunisten sind in China wieder am Ruder. Xi Jinping ernannte sich im Grunde zum Präsidenten auf Lebenszeit, womit sich Demokratie und freie Wahlen in Luft auflösten. China kehrt außerdem zu einer faschistischen Regierung und Industrie zurück, die auf Befehls- und Kontrollvorschriften beruht. Das ist ein Modell, das irgendwann zusammenbrechen wird, aber wie wir von der sowjetischen Bedrohung wissen, kann es bis dahin dem Frieden und dem Wohlstand enorm schaden.
Es ist kein Zufall, dass Chinas Wirtschaft und Aktienmarkt ins Stocken gerieten. Während der US-Aktienmarkt im letzten Jahr um etwa 20 Prozent anstieg (dank der Operation Warp Speed), fiel der chinesische Aktienmarkt in Shanghai um 15 Prozent. Sie laufen schneller in Richtung Sozialismus als wir … zumindest vorerst.
Die Nervosität am chinesischen Aktienmarkt spiegelt die Verärgerung der globalen Anleger über die immer häufigeren politischen Eingriffe in die Wirtschaft wider. Bezüglich dieser Eingriffe mit der eisernen Faust in die Geschäftsaktivitäten der größten Konzerne des Landes schrieb das Journal „Foreign Affairs“ kürzlich: „Xi hat China auf einen riskanten Kurs gebracht, der die (marktwirtschaftlichen) Errungenschaften seiner Vorgänger bedroht.“
Kurzum, die Ereignisse der letzten Monate bestätigen sowohl in militärischer als auch in wirtschaftlicher Sicht, dass die modernen Maoisten in Peking am Ruder sind und der Kapitalismus dabei ist zu verlieren. Xi Jinpings Regierung versteht einfach nicht, was George Bush Senior einst so eloquent als „dieses Freiheitsding“ bezeichnete.
Militante soziale Kontrollen und Einschränkungen der persönlichen Freiheit werden nun mit wirtschaftlichen Kontrollen chinesischer Megakonzerne kombiniert, die in den Sektoren Technologie, Biologie, Produktion und Transport um die Vorherrschaft wetteifern. Erinnert das nicht alles an Japan um 1939?
Wie reagiert die Regierung Biden auf diese Bedrohungen? Das massive 5-Billionen-Dollar-Gesetz zum Ausgeben, Besteuern und Anleihen, das er gerade durch den Kongress schleust, wird die wirtschaftliche Vormachtstellung der USA fast über Nacht beeinträchtigen. Unter Trump führten Steuersenkungen zu einem Kapitalzufluss von 1 Billion Dollar aus der ganzen Welt, die zu uns zurückkehrten, um unsere industrielle Macht auszubauen. Bidens Steuerpolitik wird den gegenteiligen Effekt haben: Deindustrialisierung.
Als Nation sind wir nun wieder dabei, Energie im Wert von zig Milliarden Dollar aus der OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) und Russland zu importieren, anstatt die Öl-, Gas- und Kohlevorräte zu verkaufen, die noch über Jahrhunderte reichen werden.
Glauben die Progressiven, die jetzt in Washington das Sagen haben, wir könnten die steigende Bedrohung durch das kommunistische China abwenden, indem wir Windmühlen bauen? Glauben sie, es sei sinnvoller, Einkommen und Wohlstand umzuverteilen, als ihn zu schaffen?
Werden wir wirtschaftlich in der Lage sein, Chinas militaristische Offensive im Südchinesischen Meer, in Indien, Afrika und vielleicht auch an den Küsten Taiwans mit der heutigen Politik in Washington abzuwehren? Das ist zweifelhaft.
Der Krieg mit China ist im Gange. Im Moment kämpft nur ein Land: China. Lassen wir nicht zu, dass sich in Asien eine weitere Katastrophe wie in Afghanistan ereignet.
Reagan hatte Recht: Stark zu Hause. Stark im Ausland. Sind wir das Heute?
Stephen Moore ist Wirtschaftsjournalist, Autor, Kolumnist und Chefökonom der Denkfabrik „Institute for Economic Freedom and Opportunity“. Außerdem ist er Mitautor von vielen Büchern; sein jüngstes Buch ist „Trumponomics: Inside the America First Plan to Revive Our Economy“.
Dieser Artikel erschien im Original auf The Epoch Times USA unter dem Titel: The War Is On With China(deutsche Bearbeitung von as)
Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers oder des Interviewpartners dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.