Nach der Corona-Pandemie haben viele Menschen noch unter den Nachwirkungen zu leiden. In dem 5. Runden Tisch Long COVID von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) stand insbesondere die Versorgung von Kindern und Jugendlichen im Mittelpunkt.
Sie seien „hier eine besonders vulnerable Gruppe, denn wenn sie erkranken, ist die Erkrankung oft sehr schwer verlaufen. Und sie beeinflusst die komplette Entwicklung des Kindes“, sagte Lauterbach, es gebe aktuell keine Heilung dafür.
Laut dem Ärzteblatt können „in wenigen Fällen“ Long COVID oder ein Multisystemisches Entzündungssyndrom ebenso nach einer COVID-19-Impfung auftreten. Die Datengrundlage dazu sei „äußerst dünn“, jedoch gehe man von einem „deutlich geringerem Risiko als nach einer Infektion“ aus.
Nach Angaben des BMG liegen im Rahmen der vorhandenen Statistiken auch keine umfassenden Erkenntnisse zu Long-Covid-Patienten insgesamt vor. Es gibt „nur Vermutungen“, sagte Gesundheitsminister Lauterbach.
„Wir wissen nicht genau, wie hoch das Risiko pro Erkrankung ist bei Long Covid, an Long COVID dann an der Folge zu erkranken. Wir wissen aber, dass mit stattgehabten Vorinfektionen und auch mit Impfungen dieses Risiko etwas geringer zu sein scheint. Das sind die Erkenntnisse, die wir derzeit haben.“ Das BMG rechnet mit einer sechsstelligen Zahl von Betroffenen.
Um deren Leiden etwas abzumildern, hatte das Bundesgesundheitsministerium (BMG) 2023 die Long COVID-Initiative ins Leben gerufen. Regelmäßig finden sogenannte Runde Tische und Symposien statt, bei denen Wissenschaftler, Ärzte, Betroffene und Betreuer in den Austausch treten.
Long Covid äußert sich auch als ME/CFS (Chronisches Erschöpfungssyndrom), was aber auch eine Folge-Erkrankung anderer Infektionen, von Unfällen oder Traumata sein kann. (sk/reuters)
vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.
Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Dies umfasst ebenso abschweifende Kommentare, die keinen konkreten Bezug zum jeweiligen Artikel haben. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.
Da wir die Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.
Ihre Epoch Times - Redaktion