Schauspieler Dietmar Bär: «Es gibt ja nur noch Krimis!»

München (dpa) - Der Schauspieler Dietmar Bär wünscht sich mehr Fernsehspiele. «Das wird immer weniger und immer schwieriger», sagte der 57-Jährige, der einem breiten Publikum als Kölner «Tatort»-Kommissar bekannt ist, im Interview mit dem «
Epoch Times7. August 2018
Der Schauspieler Dietmar Bär wünscht sich mehr Fernsehspiele. «Das wird immer weniger und immer schwieriger», sagte der 57-Jährige, der einem breiten Publikum als Kölner «Tatort»-Kommissar bekannt ist, im Interview mit dem «Münchener Merkur» und der «tz» (Mittwoch). «Es gibt ja nur noch Krimis!», kritisierte Bär. «Wenn ich mein Ohr an die Zuschauer da draußen halte, dann höre ich darüber schon eine allgemeine Verunsicherung und die Frage, ob es nicht noch etwas anderes geben muss außer Mord und Totschlag.» Früher habe es mindestens zwei Mal im Monat ein sogenanntes sozialkritisches Fernsehspiel gegeben. «Der WDR, mein Haussender, war dafür sehr bekannt.»Am Mittwochabend ist Bär in dem TV-Drama «Für meine Tochter» (ZDF, 20.15 Uhr) als Apotheker Benno Winkler zu sehen, der auf der Suche nach seiner verschollenen Tochter ins türkisch-syrische Grenzgebiet reist. Dass so ein Film die Zuschauer aufrütteln könne, glaubt Bär nicht. «Ich glaube, das kann Fernsehen gar nicht leisten. Wir machen gute Unterhaltung, nicht mehr und nicht weniger.» Der ZDF-Film hat den Schauspieler allerdings ins Grübeln gebracht: «Ich habe tatsächlich noch öfter darüber nachgedacht, wie Gast-unfreundlich manche Menschen sein können», sagte er im Interview. «Angefangen von der Regierung in diesem schönen Land Bayern. Man weiß doch, dass über 90 Prozent der Geflüchteten Sachen auf sich genommen haben, die wir uns gar nicht vorstellen können. Viele waren monatelang auf der Flucht, haben alles in ihrer Heimat aufgegeben, und dann muss ich mir dieses zynische Wort „Asyltourismus“ aus dem Mund eines Ministerpräsidenten anhören… Das finde ich beschämend!»

(dpa)


Epoch TV
Epoch Vital
Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Dies umfasst ebenso abschweifende Kommentare, die keinen konkreten Bezug zum jeweiligen Artikel haben. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.


Ihre Epoch Times - Redaktion